Unter den beiden Jagellonen-Königen Sigmund I. und II. brach im 16. Jahrhundert in Krakau ein "goldenes Zeitalter" an. Zu dieser Zeit studierten dort revolutionäre Geister wie Nikolaus Kopernikus, der das überkommene Weltbild ins Wanken bringen sollte, an der Universität, und es wurde öffentlich über das ketzerische Gedankengut der Reformation und des Humanismus diskutiert. Es war die Phase, in der Krakau als "herrlichste Stadt ganz Polens" galt. Katholiken, Protestanten, Juden und Muslime lebten friedlich miteinander, während sie sich überall sonst in Europa bekriegten. Immer noch trifft man in Krakau auf zahlreiche Spuren dieser fruchtbaren Zeit, die das Bild eines städtischen Zentrums von europäischem Rang heraufbeschwören.
Der Film "Krakau und sein goldenes Zeitalter" erzählt von der Blütephase der Stadt.